Alanya – Die Geschichte einer Stadt

Alanya – Türkische Riveria

Alanya ist ein beliebter Urlaubsort der türkischen Riviera, der 135 km östlich von Antalya liegt.

 

Die ersten Siedlungsfunde in der Kadinihöhle gehen auf die frühe Altsteinzeit (20000 bis 17000 v.Chr) zurück.

 

Der antike griechische Name war Korakesion (deutsch: Rabenhorst), was auf den weit ins Meer hinausragenden hügeligen Felsvorsprung verweist.

 

Bereits im 4. Jhd v Chr wird die Stadt vom Geographen adult dating site at http://hookuphangout.com/adult-dating/ Scylax erwähnt, und stand zu jener Zeit unter persischer Herrschaft.

 

In hellenistischer Zeit wurde die Hügelspitze mit einer Verteidigungs-
mauer durch den Piratenhäuptling Tryphon ausgestattet.

 

Zu Beginn des 2.Jhd v.Chr. konnte sich die Stadt erfolgreich einer Belagerung durch den Seleukiden Antiochos III. widersetzen, der auch den Syrischen Krieg gegen die Römer verlor. Im Feldzug des Pompeius gegen die kilikischen Piraten wurde die Stadt 65 v. Chr. von den Römern unterworfen.

 

Die ägyptische Königin Kleopatra, die 40 v Chr. Mark Anton heiratete, machte eine Küstenrundfahrt und verweilte hier einige Zeit. Der Strand an dem sie gebadet haben soll,  ist nach ihr Kleopatra-Strand benannt.

 

In Christlicher Zeit war Coracessium ein wichtiges Bistum und ist heute noch ein Titularbistum der Römisch Katholischen Kirche. In Byzantinischer Zeit wurde die Stadt in Colonaros (deutsch: schöner Berg)umgetauft.

 

Viele Festungsanlagen und Kirchen gehen auf das 6. und 7. Jhd. zurück als sich die Stadt vermehrt gegen Einfälle der Araber zur Wehr setzen mußte. 1221 wurde der einheimische Herrscher Kyr Vart vom seldschukischen Herrscher Alaeddin Keykubat I besiegt.

 

Die heutige Festung mit ihren 7 km langen Mauern und mehr als 100 Türmen wurde von ihm gebaut und wurde zur bedeutendsten Festungsanlage der Mittelmeerküste. Auch der achteckige Rote Turm wurde zu dieser Zeit im Hafen zum Schutze der Werftanlagen errichtet. Diese Werft ist sehr bedeutend für die türkische Seefahrtsgeschichte, da sie die erste Etappe der Öffnung der Türken zum Mittelmeer darstellt.

 

Der Name der Stadt war Alaiya, Stadt des Ala, benannt nach dem Seldschuken Alaeddin. Neben dem seldschukischen Palast gibt es die aus dem 11.Jh. stammende Kirche von Aya Yorgi. Trotz ihrer Stellung neben dem Palast des Sultans, wurde die Kirche sorgfältig in Stand gehalten, und ist heute in einem sehr guten Zustand. Sie ist somit ein Symbol der türkischen Toleranz gegenüber anderen Religionen.

 

Durch die Überfälle der Mongolen 1243 und die Invasion der ägyptischen Mamelukken wurde der seldschukische Staat aufgeteilt. Der herrschende Karamonogullan verkaufte die Stadt 1427 um 5000 Goldstücke an einen Sultan der Mamelukken. Unter der Regentschaft von Fatih Sultan Mehmet (Fatih der Eroberer) wurde die Stadt 1471 osmanisch.

 

Alaiya wurde zusammen mit Tarsus 1571 an die Provinz Zypern angeschlossen. 1864 wurde es zu einem Bezirk der Provinz Konya, 1868 kam der Anschluß an Antalya. Den heutigen Namen Alanya erhielt Alaiya auf Grund eines  Fehlers beim Telegraphieren 1933 von Kemal Atatürk.

 

(Quellen : offizielle Website der Stadt Alanya; Wikipedia;
„Antalya, die südliche Küste der Türkei“, ISBN 975-285-021-9)

 

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